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Metropolitanstadt Sassari

Sorso

Sorso ist eine Gemeinde in der Metropolitanstadt Sassari mit rund 14.300 Einwohnern, auf 136 Metern Höhe.

Sorso ist eine Kleinstadt im Nordwesten Sardiniens, wenige Kilometer von Sassari, in der historischen Region Romangia. Sie liegt auf einem Hügel mit Weinbergen, Olivenhainen und Gärten über dem Golf von Asinara, und ihr Gebiet reicht bis zum Meer mit der langen Küste von Platamona und Marina di Sorso, einem der beliebtesten Strände der Bewohner des Sassarese. Sorso ist bekannt für seinen Moscato, seine Brunnen und einen lebhaften, ironischen Charakter, der sich im Dialekt von Sorso, einer Variante des Sassaresischen, ausdrückt.

Geschichte

Das Gebiet war schon in vornuraghischer und nuraghischer Zeit bewohnt, wie Domus de Janas und Nuraghen zeigen. Der Name Romangia stammt wohl von der römischen Präsenz: Hier lagen Villen und Landgüter der nahen Kolonie Turris Libisonis. Im Mittelalter gehörte Sorso zum Judikat Torres und war dann an Sassari gebunden. Unter Aragonesen und Spaniern wurde es Lehen und bereicherte sich im 17. und 18. Jahrhundert um Kirchen und Paläste. Im 19. und 20. Jahrhundert wuchs es als Landwirtschaftsort mit Wein, Oliven und Gemüse, heute ist es eine bevölkerungsreiche Gemeinde im Umland von Sassari.

Der Ort

Die Altstadt von Sorso drängt sich um die Pfarrkirche San Pantaleo mit ihrem Glockenturm und den Baronalpalast, einst Sitz der Feudalherren und heute Kulturzentrum. In den Gassen stehen Kalksteinhäuser, kleine Plätze und historische Kirchen. Symbol des Ortes ist der Brunnen Billellera, eine alte Quelle mit Waschplatz, verbunden mit dem Alltag der Frauen, die hier Wasser holten und Wäsche wuschen. Sorso ist auch ein Ort der Wandmalereien, die Geschichte und Bräuche erzählen.

Das Heiligtum Noli Me Tollere

Am Ortsrand liegt das Heiligtum Noli Me Tollere, dessen Name auf die lateinischen Worte des Evangeliums zurückgeht, noli me tangere, in der volkstümlichen Form noli me tollere. Das Heiligtum ist Wallfahrtsort und Schauplatz eines innig gefeierten Festes mit Prozessionen und Volksfest.

Das Meer

Die Küste von Sorso gehört zum großen Strand von Platamona, der sich kilometerweit östlich von Porto Torres erstreckt. Der Strand hat hellen Sand, Dünen und einen langen Pinienwald im Rücken, das Meer ist offen und klar. Marina di Sorso bietet Badeanstalten, Kioske und Lokale und ist im Sommer sehr belebt. Hinter dem Strand liegt der Teich von Platamona, ein Feuchtgebiet mit Schilf und Wasservögeln.

Feste

Das Fest des Schutzpatrons San Pantaleo wird Ende Juli mit Prozessionen, Musik und Volksfest gefeiert. Das Fest des Heiligtums Noli Me Tollere zieht Pilger aus den Nachbarorten an. Im Januar brennen die Feuer des Sant'Antonio. Im Sommer bieten die Abende an der Promenade von Marina di Sorso Konzerte und Unterhaltung.

Küche und Wein

Die Küche von Sorso ist die des Sassarese: Schnecken in Soße oder geröstet, Kichererbsen-fainè, Pferdefleisch, Kutteln, Gemüse aus den örtlichen Gärten und Fisch aus dem Golf von Asinara. Der berühmteste Wein ist der Moscato di Sorso-Sennori, ein süßer, aromatischer Wein aus Moscato-Trauben von den Hügeln der Romangia. Erzeugt werden auch Cannonau und Vermentino.

Anreise

Sorso liegt etwa 15 Minuten von Sassari und 40 Minuten vom Flughafen Alghero. Der Hafen von Porto Torres ist rund 20 Minuten entfernt. Von hier erreicht man bequem Sennori, Castelsardo, Valledoria und die Nordwestküste mit Stintino und dem Strand La Pelosa.

Sehenswert

  • Strand Platamona
  • Berg Cau
  • Pfarrkirche San Pantaleo
  • Cantine del Moscato

Orte in der Nähe

Quellen: Grande Enciclopedia della Sardegna; ISTAT. Originaltexte von Gotosardinia.

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