Vorgeschichte und Nuraghen
Schon in der Altsteinzeit kamen Menschen nach Sardinien. Obsidian vom Monte Arci wurde im ganzen Mittelmeer gehandelt, und zwischen etwa 1700 und 700 v. Chr. baute die Nuraghenkultur Tausende Steintürme, heilige Brunnen und Gigantengräber.
Phönizier, Karthago und Rom
Phönizische Händler gründeten Nora, Tharros, Sulky und Karalis (Cagliari). Karthago übernahm im 6. Jahrhundert v. Chr. die Kontrolle, Rom 238 v. Chr. und machte die Insel zur Kornkammer des Reiches.
Vandalen, Byzanz und die Judikate
Nach Vandalen und Byzanz organisierte sich die Insel in vier unabhängige Reiche, die Judikate von Cagliari, Arborea, Torres und Gallura. Eleonora von Arborea erließ die Carta de Logu, ein Gesetzbuch, das jahrhundertelang galt.
Pisa, Aragón und Spanien
Pisa und Genua stritten um die Insel, bis die Krone von Aragón sie im 14. Jahrhundert eroberte. Vier Jahrhunderte iberische Herrschaft prägten Kirchen, Sprache und die Riten der Karwoche.
Savoyen und Italien
1720 kam Sardinien an das Haus Savoyen und gab dem Königreich Sardinien seinen Namen, aus dem 1861 das Königreich Italien wurde. Seit 1948 ist Sardinien eine autonome Region mit Sonderstatut.